Date: 21. April 2026
Author: Jens Hensler, CEO & Co-Founder
Topics:
Robotics

From Intelligent to Associative Automation

Warum „Intelligent Automation“ in der Industrie für uns nur ein Zwischenschritt ist – und wie wir Automation heute schon weiter denken.

Grafische Darstellung von assoziativer Automation mit Kreisen und Polygonen in einem abgeschlossenen Kreis die in verschiedenen Verbindungen zueinander stehen
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From Intelligent to Associative Automation

viele Investitionen – besonders in produzierenden Gewerben – fließen aktuell in intelligente Automationen. Systeme, die Muster erkennen, Aufgaben ausführen, Qualität sichern. Meist bezogen auf ganz bestimmte Abläufe, klar definierte Datenquellen und Zielmetriken. Klingt erstmal gut, und funktioniert auch. Trotzdem denken wir schon heute an die nächste Stufe.

Intelligente Automation ist ein Zwischenschritt

Bei formigas glauben wir, dass Intelligent Automation ein notwendiger Zwischenschritt ist. Die nächste Stufe nennen wir Associative Automation.

Intelligente Automation denkt in Aufgaben und arbeitet innerhalb eines vorgegebenen Rahmens. Der Kontext wird angenommen und Abhängigkeiten werden impliziert oder außerhalb des Systems gelöst.

Assoziative Automation denkt in Zusammenhängen

Associative Automation stellt weitere Fragen: In welchem Prozesskontext entsteht diese Situation? Welche anderen Systeme, Zustände und Entscheidungen hängen damit zusammen? Welche Konsequenzen hat eine Entscheidung über diesen Use Case hinaus?

Hier wird Automation nicht auf einen Task optimiert, sondern entlang eines wesentlichen Teils der Wertschöpfungskette. Entscheidungen entstehen aus der Verknüpfung verschiedener Informationsquellen, Zeitpunkte und Verantwortlichkeiten – und stehen in Wechselwirkung mit weiteren Akteuren im Gesamtsystem.

Der Unterschied liegt nicht in der Technologie

Grundsätzlich nutzen beide Ansätze ähnliche Algorithmen. Der Unterschied liegt in ihrer Architektur und ihrem Betrieb. Assoziative Automation nutzt explizite Datenmodelle, Versionierung von Entscheidungslogiken und saubere Schnittstellen zwischen technischen und organisatorischen Systemen. So kann eine Automation ihre reaktive Wirkung überkommen und zu einem Akteur in der Wertschöpfungskette werden.

Die eigentliche Arbeit beginnt nach dem Training

Zur Wahrheit gehört auch: Automationen altern, sie driften, sie verändern Wechselwirkungen. Deshalb sind Betrieb, Monitoring und gezielte Nachsteuerung kein Add-on, sondern Teil des Designs. Wer nur Modelle deployt, denkt nicht im System und stößt bei manchen Aufgaben an Grenzen.

Human-in-the-loop ist ein Stabilitätsfaktor

Menschen sind hier kein Fallback, sondern Teil der Architektur. Sie liefern Kontext, priorisieren Zielkonflikte und stabilisieren das Gesamtsystem – technisch wie organisatorisch. Assoziation entsteht häufig im Zusammenspiel von Mensch und System.

Die zentrale Frage

Es läuft auf eine Frage hinaus: Optimiere ich einzelne Aufgaben, oder gestalte ich ein zusammenhängendes System? Intelligent Automation adressiert ersteres. Associative Automation – so wie wir sie definieren – das Letztere.